Vorübergehende Schließung des Neuen Museums

Aufgrund der dynamischen Verbreitung des Corona-Virus hat die Bayerische Staatsregierung angeordnet, die staat­lichen Museen und Sammlungen vor­übergehend zu schließen. Das Neue Museum Nürnberg hat daher ab dem 14. März 2020 bis zunächst ein­schließ­lich 19. April 2020 geschlossen.

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.


Ausstellung
von 18.11.2011 bis 26.02.2012

Gespenster, Magie und Zauber

Konstruktionen des Irrationalen in der Kunst von Füssli bis heute

Joseph Beuys, Anna & Bernhard Blume, Ulla von Brandenburg, Lili Fischer, Tobias Gerber, Christian Jankowski, Sigmar Polke, Arnulf Rainer, Thomas Schütte, Nina von Seckendorff, Antoni Tàpies, Miwa Yanagi, Johann H. Füssli und Shakespeares Welt der Geister, Goethe und der Faust-Stoff, Gabriel von Max und der Spiritismus, Japanische Gespenstergeschichten im Ukiyo-e, Zaubervogel und Seegespenst – Alfred Kubin, Prinzhorn Sammlung, Paul Klee: Geister-Luft-Zug.

Immer wieder tauchen sie auf, die Motive des Irrationalen und die Szenerien des Unheimlichen, auch in der ganz zeitgenössischen und jüngsten Kunst. Tischrücken bei Sigmar Polke, Große Geister bei Thomas Schütte oder Wahrsa­gerei bei Christian Jankowski. Künstler beschäftigen sich mit Materiali­sations­phänome­nen, Levitationen oder medium­istischer Telekinese. Wovon leiten sich Motive wie Geisterer­scheinungen, Hexen, Zauberei und magische Phänomene in der Kunst ab? Wie sich Darstellungen herleiten und welchen Konstruktionen ein übersinnlich wirkendes Bildrepertoire zugrunde liegt, zeigt diese Ausstellung.

Rückblicke

Neben den zeitgenössischen Positionen gibt es sieben Rückblicke in die Geschichte der Kunst zu Johann Heinrich Füssli ebenso wie zu den japanischen Gespenster­darstellungen im Ukiyo-e, zur Tradition der Figur des Hexenmeisters Faust oder zu Gabriel von Max und den Spiritismus der Jahrhundertwende. In einem Dialog von zeitgenös­sischer Kunst und Werken anderer Jahrhunderte führt die Ausstellung von 30 Leihgebern mehr als 130 Werke von gut 40 Künstlern zusammen und widmet sich den Traditionen und Ideen­zusammen­hängen solcher Motive des Irrationalen.