Wieder-Öffnung ab 12. Mai 2020!

Seit Dienstag, den 12. Mai 2020 hat das Neue Museum wieder für Besu­cher­_in­nen geöffnet. Wir freuen uns sehr, Sie wieder persönlich bei uns begrüßen zu können!

Zum Schutz vor Covid-19 haben wir die staatlichen Vorgaben umgesetzt und zahlreiche Vorkehrungen getroffen. Bitte informieren Sie sich über die not­wendig gewordenen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen für einen mög­lichst sicheren Museums­auf­enthalt.

Wir bedanken uns für Ihre Unter­stüt­zung und freuen uns auf Ihren Besuch.


Sammlung
von 02.07.2011 bis 12.10.2011

Schokoladenbomber und Marmeladenbrote

Wolf Vostell und Allan Kaprow

Sammlungspräsentation

Schokoladenbomber und Marmeladenbrote

Wolf Vostell und Allan Kaprow

Die Neo-Avantgarde der sechziger Jahre fand viele neue Ausdrucksformen für ihr Aufbegehren gegen die Verkrustungen von Gesellschaft und Kunst. Wolf Vostell (1932–1998) entwickelte die "dé-coll/age" als destruktive Variante der Collage.

Sein Anspruch ging dabei weit über die sogenannten Affichisten des Nouveau Réalisme hinaus, die ebenfalls mit abgerissenen Plakaten arbeiteten: "Mich beschäftigt die dé-coll/age als Prozess, als neue Kunsttheorie …". Für Vostell, der sich 1962 der Fluxusbewegung anschloss, vermittelte der Begriff die "Ambivalenz der Ereignisse oder Handlungsweisen im 20. Jahrhundert". Er bezeichnete auch seine Happenings und Aktionen, in denen sich verschiedene Realitätsebenen und Medien mischten.

Begleitet werden die Arbeiten Vostells, die zum großen Teil aus der Sammlung Block stammen, von einer Fotodokumentation der Aktion Sweet Wall (1970) von Allan Kaprow (1927–2006). Zum fünfzigsten Jahrestag des Baus der Berliner Mauer erinnert das Neue Museum damit an den Bau einer zweiten, weitaus weniger festen Mauer, deren "Mörtel" aus Marmeladenbroten bestand.