3G-Regel

Der Museums­besuch ist nur für nach­weislich getestete, geimpfte oder genesene Personen möglich. Im gesamten Haus gilt die Pflicht zum Tragen einer medizi­nischen Maske (OP-Maske).


Ästhetische Praxis für Schulklassen

Das umfangreiche Angebot für Schul­klas­sen - dialogische Führungen, Kunst­ge­spräche und Workshops - richtet sich an alle Schularten und Altersstufen, bezieht sich auf die Sammlungen Kunst und Design, auf die Architektur des Museums so­wie die aktuellen Ausstellungen.

Aktuelle Angebote mit ästhetischer Praxis: Anzeige im PDF Format

Malerei, Farbe und Struktur

Ein abstraktes Bild von Gerhard Richter lädt ein zu vielfältigen Assoziationen und zu Fragen nach der Entstehung der Farbstrukturen. Die Vorgehensweise des Künstlers wird nachvollziehbar, indem mit Spachteln und Malbrettern verschie­dene Farbschichten auf einen Malgrund aufgetragen werden.

Fotoübermalung: Die Kombination von darstellender Malerei oder Fotografie und abstrakter Übermalung findet sich sehr häufig im Werk des Künstlers Ger­hard Richter. Die beiden scheinbar unabhängigen Bildschichten stehen dabei in einem engen Zusammenhang. Der Künstler deckt zwar mit Rakeln oder wenigen groben Pinselstrichen einen Teil des Bildes zu, hebt dadurch aber bestimmte Bild­strukturen hervor. Der Prozess der Übermalung ist weniger ein Auslöschen als vielmehr eine Weiterentwicklung der ersten Fassung. Anhand verschiedener Motive fotografischer Vorlagen kann diese Vorgehensweise erprobt werden.

Mit dem Gemälde Stadtbild PL thematisiert Gerhard Richter den Gegensatz von gegenständlicher und ungegenständlicher Malerei. Gestische Schwarz-Weiß-Grau-Malerei kontrastiert mit dem Bild einer Stadt aus der Vogelperspektive. Die beiden Lesbarkeiten des Bildes sollen erkundet und erfahrbar gemacht werden. Im Zentrum des Gesprächs und der praktischen Auseinandersetzung steht dabei die doppelte Existenz des Gemäldes: zwischen Abbild und abstrakter Malerei.

Zeichnung

Raumwahrnehmung, -proportion und -struktur, Größenverhältnisse und Maß­stäbe von Räumen sowie Möglichkeiten ihrer Darstellung stehen im Mittelpunkt dieses Angebots. Die Teilnehmer_innen setzen sich an verschiedenen Orten des Neuen Museums zeichnerisch mit der Architektur und der eigenen Wahr­neh­mung auseinander. Bei den Erkundungen werden grundlegende Methoden, subjektive Eindrücke zeichnerisch festzuhalten, kennengelernt.

Sich zeichnerisch einer Skulptur zu nähern bedeutet, sich mit deren Aufbau bzw. Statik, Volumen, Verhältnis zum Raum, Bearbeitung der Oberfläche, dem Lichteinfall auf das Werk und der Materialwirkung auseinanderzusetzen. Auf diese Weise werden mit verschiedenen Zeichenutensilien ausgewählte Skulpturen erforscht. Aktuell ist eine Arbeit von Tony Cragg Ausgangspunkt für diese Praxis.

Design / Zeichnung

Parade der Objekte: Gegenstände können Geschichten erzählen. Ihre Form kann etwas über die Funktion, die Herstellung, den Zeitpunkt ihrer Entstehung und ihren gesellschaftlichen Kontext verraten. In der Zusammenschau mit anderen Objekten ergeben sich Sinn- und Bedeutungsverschiebungen, die zu "neuen" Erzählstrukturen führen. In der zeichnerischen Praxis werden die Silhouetten selbst ausgewählter Designobjekte festgehalten und auf einer Linie, einem Zeitstrang – vergleichbar mit der filmischen Aneinanderreihung von Einzelbildern – wiedergegeben.

Skulptur

Wer war Albrecht Dürer und wer war Peter Someren? Wer wird wann, durch wen und unter welchen Umständen berühmt und landet auf dem Sockel? Diese zen­tralen Fragestellungen werden in den Skulpturen About Two Artists. Dialectic Chapel von Braco Dimitrijević thematisiert und im Gespräch mit den Schü­ler_in­nen diskutiert. Im Anschluss wird je eine Büste aus Ton hergestellt, in welcher die Arbeit von Braco Dimitrijević reflektiert wird.

Für seine „dreidimensionalen Bilder“ verwendet der Künstler Olaf Metzel Aus­schnitte aus Zeitungen, Büchern und vielen anderen Bild- und Textquellen. Auf großformatige Metallplatten gedruckt werden die Motive bildhauerisch bearbeitet: sie werden dabei zerschnitten, gefaltet und teilweise komplett verformt. So ent­ste­hen Skulpturen, die vielfältige Themen verschiedener Lebensbereiche aufgreifen und in neue Zusammenhänge stellen. Nach einem Rund­gang in der aktuellen Sammlungspräsentation Mixed Zone werden – in kleinerem Format – Skulpturen mit persönlichen Botschaften der Teilnehmer_innen hergestellt.

Architektur

Die große Glasfassade, die Wendeltreppe und der Lichthof sind Besonderheiten der Architektur des Neuen Museums. Ein Rundgang durch das Haus sowie das Modell des Architekten Volker Staab lassen die Schüler_innen weitere interessante und spannende Details entdecken. Mit den unterschiedlichsten „Baumaterialien“ setzen sie anschließend ihre eigenen Pläne in individuelle Museumsmodelle um.

Fotografie

Architekturfotografie: Mit Hilfe des Fotoapparats wird die Formensprache der Architektur des Neuen Museums erkundet. Im Fokus stehen Kreis, Linie und Viereck, die in unterschiedlicher Weise festgehalten werden. Fragen zur Perspek­tive und Komposition, zu Nähe und Distanz, zu Fragmentierung und Verfrem­dung werden aufgegriffen. Die Schüler_innen können dabei die Grundlagen von Fotografie kennenlernen und genaues Hinsehen üben. In der Reflexion werden die ästhetischen und formalen Qualitäten der Fotos gemeinsam diskutiert.

Malerei/Fotografie

Das Stillleben Schädel mit Kerze von Gerhard Richter bildet den Ausgangspunkt um über „unbelebte“ Gegenstände nachzudenken. Können diese etwas über den Menschen aussagen? Können sie, in bestimmter Weise arrangiert, Bedeutung ver­mitteln? Diese und weitere Fragen werden im praktischen Teil vertieft, indem die Schüler_innen aus verschiedenen Gegenständen auswählen, um dann ein eigenes Stillleben zu arrangieren. Mit dem Fotoapparat werden diese stillen Bilder fest­ge­halten. Die Schüler_innen können dabei mit den Faktoren Hinter­grund­farbe, Be­lichtung und Komposition experimentieren und erfahren, dass die Gegenstände, je nach Inszenierung, unterschiedlich wirken.

Das berühmte Gemälde Telephone von Richard Lindner spiegelt die Faszination des Künstlers für das Leben in der Großstadt wider – für schillernde Gestalten mit ausgefallener Körpersprache und Kleidung sowie die Zurschaustellung des menschlichen Körpers. Mit den Schüler_innen werden folgende Fragen diskutiert: Spielen Technik und moderne Medien dabei eine Rolle? Haben sie Einfluss auf die menschliche Kommunikation und unser Bild vom Menschen? Was bedeutet das für uns heute? Im praktischen Teil werden mit fotografischen und malerischen Mitteln und im Zusammenspiel mit anderen, Porträts hergestellt.

Inszenierte Wirklichkeit

Was ist das für ein Raum? Ist er gezeichnet oder fotografiert? Wie groß ist er? Beim Betrachten der Werke von Edwin Zwakman stellen sich diese und noch viele andere Fragen. Gemeinsam erforschen wir seine Bilder und stellen anschließend selbst welche her, die neugierig machen und einige Rätsel aufgeben. Bei dieser Praxis bildet der Umgang mit der Kamera und die Erkundung der richtigen Perspektive einen wichtigen Aspekt. Es werden kleine Welten oder Situationen gestaltet, die unter dem Einsatz der Kamera ganz groß rauskommen und plötzlich real wirken.

Mit Mubi durch das Neue Museum

Auf dem Dach des Neuen Museums leben seit ein paar Jahren mehrere Bienen­völker und die Biene Mubi. Sie interessiert sich ganz besonders für aktuelle Kunst. Mubi geht mit den Teilnehmer_innen auf Erkundungstour. Sie macht auf unterschiedliche Kunstwerke, besondere Orte im Haus aufmerksam und hält kleine Aufgaben bereit.
Erstmalig gibt es ein Begleitheft für Kinder ab sechs Jahren.
Gruppen können das Angebot mit oder ohne museumspädagogische Begleitung buchen.

Objekt und Handlung: "Ich bin die Skulptur"

Im Nürnberger Raum motivieren Franz Erhard Walthers textile Objekte die Betrachter_innen zur Imagination vielfältiger Handlungen: Halten, Hineinlegen, Anlehnen, Hindurchschauen, Überziehen, Drehen, Ineinanderstecken, Berühren, Hochheben. In Auseinandersetzung mit diesen und weiteren Möglichkeiten inter­aktiver Handlungsabläufe und vor dem Hintergrund der Frage "Wie kann ich einen Gegenstand benutzen und durch mein Tun selbst ein Teil der Skulptur sein?" entwickeln die Workshopteilnehmer_innen eigene Objekt- und Handlungs-ideen und setzen diese materiell und szenisch um. Zentrale Aspekte sind hierbei die präzise Benennung und Durchführung der Handlung mit dem selbstgewählten und -gestalteten Gegenstand sowie das Wechselverhältnis von Benutzendem und Benutztem im Handlungsprozess.

Führung mit dem Chinesischen Korb

Zeitgenössische Kunst wirft viele Fragen auf. Manche Werke wirken erst einmal unverständlich und fremd. Eine Form der Annäherung ist das Gespräch. Dialo­gische Vermittlungsformen bilden den Schwerpunkt museums­pädagogi­scher Ar­beit im Neuen Museum. So bietet zum Beispiel eine Führung mit dem Chi­ne­si­schen Korb die Möglichkeit, sich assoziativ und im Austausch mit der Gruppe zu einzelnen Kunstwerken in Beziehung zu setzen.
Bei dieser Führung erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, einen kleinen Ge­genstand aus einem Korb frei auszuwählen, diesen einem Gemälde, einer Skulp­­tur oder Fotografie zuzuordnen und anschließend die getroffene Zuordnung kurz zu erläutern. Diese Herangehensweise erleichtert das Reden über Kunst. Die Wahr­nehmung des Einzelnen, seine Erfahrungen, Assoziationen und Fragen bilden dabei den Kern dieser dialogischen Führung.

Kosten

Der Eintritt für Schulklassen und ihre Lehrer_innen ist frei.

Die Gebühr für Kunstgespräche und thematische Führungen beträgt 30 Euro pro Gruppe.

Für Werkbetrachtungen mit ästhe­tischer Praxis beträgt die Gebühr 40 Euro pro Gruppe (Schulklassen werden in zwei Gruppen geteilt).

Kontakt

Information, Beratung und Anmeldung:
Telefon: 0911 240 20 36
E-Mail: mumuse@s23aasd33s.comseumspaedagogik@nmne.de