Sammlung
ab 09.11.2018

Learning from Albers

Psychedelische Plakate von Victor Moscoso

Schreiende Farben, die den Betrachter zurückkatapultieren in das San Francisco der Jahre 1966 bis 1968. In die Zeit der Hippies und ihrer Hochburg in Haight-Ashbury, der Anti-Vietnamkriegs- Bewegung, in die Zeit von LSD und sexueller Revolution.

Auch ästhetisch bedeuteten diese Jahre einen Aufbruch. An der Spitze stand die psychedelische Plakatkunst, die für Konzerte berühmter Bands im Fillmore Auditorium oder im Avalon Ballroom warb. Victor Moscoso (geb. 1936), der 1959 nach San Francisco gekommen war, hatte unter anderem an der Yale University bei Josef Albers studiert. Moscoso griff auf die Farbenlehre seines Lehrers zurück und wählte für seine Plakate kontrastierende Farben mit benachbarten Helligkeitswerten, die zu Flimmereffekten führten.

Mit einer Auswahl von Moscosos Plakaten aus der Sammlung von Lutz Hieber und Gisela Theising erinnert das Neue Museum an den Aufbruch der Jugend, der sich in Europa mit dem Jahr 1968 verbindet, während er in den USA mit dem „Summer of Love“ bereits 1967 einen Höhepunkt gefunden hatte.