Vorübergehende Schließung

Im Rahmen der von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zur Ein­dämmung der Corona-Pandemie bleibt das Neue Museum Nürnberg ab 2. November 2020 bis zunächst ein­schließ­lich 30. November 2020 ge­schlossen. Wir halten Sie hier auf un­serer Homepage sowie über unsere Seiten bei Instagram und Facebook auf dem Laufenden.
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Sammlung
von 23.01.2014 bis 05.10.2014

Mira Schendel. Poesie in Letraset

Sammlungspräsentation

Mira Schendel. Poesie in Letraset

Die 15 Blätter der brasilianischen Künstlerin und Lyrikerin Mira Schendel (1919–1988) aus den Jahren 1964/65 zählen zu den Schätzen auf Papier aus der Sammlung internationaler zeitgenössischer Kunst der Stadt Nürnberg. Auf hauchdünnem Japanpapier entfalten sie ein subtiles Spiel von skripturalen Elementen und fragilen Linienkonstrukten, teils mit Tusche gezeichnet, teils mit Letraset aufgebracht. Schendels Auseinandersetzung mit konkreter Poesie, chinesischer Kalligraphie und dem Zen-Buddhismus wird spürbar in diesen Zeichnungen, die Leere und Stille den grafischen Setzungen antworten lassen.

Mira Schendel, als Myrrah Dagmar Dub in Zürich geboren, kam nach der Trennung ihrer Eltern nach Italien. Sie studierte in Mailand, bis sie aufgrund ihrer jüdischen Abstammung im Jahre 1939 die Universität verlassen musste. Nach Stationen in Sofia, Sarajevo, Mailand und Rom wanderte sie 1949 mit ihrem ersten Ehemann, als »displaced person« nach Brasilien aus, wo sie 1950 als Autodidaktin zu malen begann. 2007 wurde Mira Schendel auf der documenta 12 einem breiteren Publikum mit Zeichnungen und Skulpturen vorgestellt.