Wieder-Öffnung ab 12. Mai 2020!

Seit Dienstag, den 12. Mai 2020 hat das Neue Museum wieder für Besu­cher­_in­nen geöffnet. Wir freuen uns sehr, Sie wieder persönlich bei uns begrüßen zu können!

Zum Schutz vor Covid-19 haben wir die staatlichen Vorgaben umgesetzt und zahlreiche Vorkehrungen getroffen. Bitte informieren Sie sich über die not­wendig gewordenen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen für einen mög­lichst sicheren Museums­auf­enthalt.

Wir bedanken uns für Ihre Unter­stüt­zung und freuen uns auf Ihren Besuch.


Sammlung

Gabriele Basilico. Contact

Sammlungspräsentation

Gabriele Basilico. Contact

Der Italiener Gabriele Basilico (geb. 1944 in Mailand) gilt als ei­ner der profiliertesten Fotografen der Gegenwart im Bereich zwi­schen dokumentarischen und konzeptuellen Ansatz. Seine The­men sind architektonische Landschaften wie etwa Serien über Plattenbauten in Ostberlin und In­dus­triegebiete in Ober­italien, Hochhäuser in San Fransisco und Ruinen in Beirut. Ende der 80er Jahre entstanden Pro­dukt­fotografien für das ita­lie­ni­sche Unternehmen Driade.

Die zwölf Bildpaare der Serie Contact von 1984 stehen sin­gu­lär im Werk von Gabriele Basilico: von oben auf­ge­nommene Sitz­flächen berühmter und weniger berühmter Stühle der De­sign­ge­schichte, gepaart mit dem da­zu­ge­hö­ri­gen Kontakt-Ab­druck auf weiblicher Haut – eine nicht mehr makellose Venus Kallipygos. So sieht der Betrachter dieser Fotografien zweimal – sowohl „in echt" wie auch als Prä­gung – das Gitterwerk des Dia­mond Chair von Harry Ber­toia, das Binsengeflecht des „Willow Chair" von Charles Rennie Mackintosh oder die gereihten Kreise des Trak­tor­sitzes von Achille Castiglioni.

Das Festhalten dieser flüch­ti­gen Spuren mit der Po­la­roid­technik als „copia unica" un­ter­streicht die Un­wie­der­bring­lichkeit des Augenblicks und Aspekte wie Verletzlichkeit, Fleischlichkeit, Bloßgestelltsein und Aus­ge­liefertsein. Ba­si­lico nutzt vieldeutig das Medium der Fotografie, um die Beziehung zwischen Mensch und Ding abzulichten.