Wieder-Öffnung ab 12. Mai 2020!

Seit Dienstag, den 12. Mai 2020 hat das Neue Museum wieder für Besu­cher­_in­nen geöffnet. Wir freuen uns sehr, Sie wieder persönlich bei uns begrüßen zu können!

Zum Schutz vor Covid-19 haben wir die staatlichen Vorgaben umgesetzt und zahlreiche Vorkehrungen getroffen. Bitte informieren Sie sich über die not­wendig gewordenen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen für einen mög­lichst sicheren Museums­auf­enthalt.

Wir bedanken uns für Ihre Unter­stüt­zung und freuen uns auf Ihren Besuch.


Ausstellung
ab 04.07.2020 bis 10.01.2021

Staab Architekten

Kontext

Die Ausstellung in den Fassadenräumen des Museums zeigt den tiefgreifenden Einfluss des Kontextes auf das Werk von Staab Architekten. An den gebauten und geplanten Projekten aus 29 Jahren werden unterschiedliche Facetten des Begriffes „Kontext“ deutlich, die weit über die übliche Definition als unmittelbare physische Umgebung des Geländes hinausgehen.

Anhand von Bildern, Modellen und Animationen zeigen Staab Architekten exem­plarisch, wie vielfältig die Einflüsse sein können, die sie für die Konzeption und Gestaltung ihrer Projekte heranziehen.

Gesellschaftliche Fragen und Aspekte der menschlichen Wahrnehmung kommen ebenso zum Tragen wie geschichtliche Besonderheiten und die Frage nach der Zukunft des Gebäudes. Diese nicht selten widersprüchlichen Bezugsebenen des Ortes werden analysiert und gewichtet, um sie schließlich in einem intuitiven Abwägungsprozess in eine im besten Falle zeitlose räumliche Idee zu überführen.

Ausgangspunkt der Betrachtungen ist der siegreiche Entwurf für das Neue Museum Nürnberg. Mit diesem Wettbewerbsbeitrag begann 1991 nicht nur die Geschichte des radikal zeitgenössischen Kunstmuseums inmitten der Nürnberger Altstadt, sondern auch das eigene Architekturbüro von Volker Staab, das inzwi­schen zu den erfolgreichsten Büros Deutschlands zählt. Öffentliche Bauten für Kunst, Forschung und Bildung sind bis heute die Hauptaufgaben von Staab Architekten.

Besonders deutlich wird die Herangehensweise des Büros bei Objekten in sensi­blen Stadt- und Landschaftsräumen und bei Umbauten und Neuinter­pretationen von denkmalgeschützten Gebäuden. Hier zeigt sich, wie die Architekten die kom­plexen Bedingungen von Architektur zu einer einfachen, nur an diesem Ort plausiblen Gestalt verdichten. Die Konzentration auf das Wesentliche steht im Mittelpunkt und wird mit dem konzeptionellen Einsatz von Form, Material und Farbe bis ins Detail verfolgt.

Mit der Ausstellung in Nürnberg bespielen die Architekten die sechs Fassaden­räume des Museums in ungewohnter Form. Eine transparente Bildebene verän­dert abhängig von Tageszeit und Witterung die Wirkung der prägenden Sicht­achsen und Blickbezüge im Gebäude und transformiert die offenen Raum­bereiche in lichte Kojen. Diese Intervention macht nicht nur den Außen­bezug des Museums zu dem davorliegenden Platz deutlich, sondern spielt auch mit der Grundidee des Gebäudes, hinter der Glasfassade die aufgeschnittenen Museums­räume sichtbar werden zu lassen.