3G-Regel

Der Museums­besuch ist nur für nach­weislich getestete, geimpfte oder genesene Personen möglich. Im gesamten Haus gilt die Pflicht zum Tragen einer medizi­nischen Maske (OP-Maske).


Ausstellung
ab 15.10.2021 bis 06.02.2022

Keith Sonnier

Lightsome

Mit der Ausstellung Keith Sonnier. Lightsome darf das Neue Museum Nürnberg die erste Retrospektive nach dem Tod des Künstlers im letzten Sommer aus­richten. Weit über sechzig Arbeiten, von den 1960er-Jahren bis in unsere Gegen­wart, bieten Einblick in alle Schaffensperioden.

Natürlich bezieht sich der Titel Lightsome auf Sonniers bekannteste Werke: die vielen Neonarbeiten, die sein gesamtes Œuvre prägen. Zudem aber, und dies möchte die Ausstellung zeigen, war Sonnier ein ausgesprochen offener und undogmatischer Künstler. So gibt es neben seiner Lichtkunst sehr viel mehr zu entdecken.

Früh, schon während seines Studiums an der Rutgers University, zählte Sonnier zur Bewegung der New Sculpture (Neuen Skulptur), die durch kunstferne und flüchtige Materialien die traditionelle Bildhauerei ebenso in Frage stellte wie den damals dominierenden Minimalismus.

In den 1970er-Jahren revolutionierte Sonnier die Video-Kunst als kommunikatives und performatives Medium. Das Neue Museum besitzt mit Channel Mix (1972) ein Meisterwerk dieser Zeit. In den 1980er-Jahren übten viele Reisen, unter ande­rem nach Brasilien, Indien, Indonesien und Japan, großen Einfluss auf den US-Amerikaner aus. Neugierde und Offenheit für andere/s fließen in seine Kunst ein, die vom Wunsch beseelt ist, mit allen Sinnen erfahrbar zu sein.

Sonnier wurde 1941 in einer französischsprachigen, akadischen Gemeinschaft in Louisiana geboren. Der Ausstellungstitel ,Lightsome‘ vermittelt einen Eindruck von ,Heiterkeit‘ und ,Unbeschwertheit‘ und spielt so auf die Persönlichkeit und die Haltung Sonniers an, die sicherlich auch von der großen kulturellen Vielfalt des Deep South beeinflusst war.

Die Retrospektive schöpft aus einem ganz besonderen Konvolut: einer für alle Schaf­fensperioden repräsentativen Sammlung. Sie ist in langjähriger Zusam­menarbeit mit Christa und Wolfgang Häusler (Häusler Contemporary Zürich) ent­standen und wird ergänzt durch internationale Leihgaben, etwa des Nachlasses des Künstlers, des Kunstmuseums St. Gallen und der Tate, London.