Die Ausstellung Testimony eröffnet einen Dialog zwischen dem Werk von Boris Lurie und den Arbeiten von Zoë Buckman (* 1985), Fancy Feast (* 1988) und Marsha Pels (* 1950) – drei zeitgenössischen, jüdischen Künstlerinnen, die in ihren Skulpturen, Textil- und Videoarbeiten den Wandel der Einstellungen zu Jüdisch-Sein, Selbstdarstellung und Weiblichkeit erforschen.
Zoë Buckman, Self-portrait (under hushed tones), 2024
© Zoë Buckman
Bilder von Frauen durchziehen das gesamte Werk von Boris Lurie (* 1924, Leningrad † 2008, New York). In seinen Werken vermengt der jüdische Künstler, der 1941–1945 in KZ-Gefangenschaft verbrachte und nach Kriegsende 1946 in die USA emigrierte, Sex und Tod, Erregung und Ekel, Demütigung und Würde. Diese Ambivalenz war seine Art, mit dem Trauma des Holocaust umzugehen.
Die Ausstellung wurde von der US-amerikanischen Kuratorin Sara Softness konzipiert, die in New York lebt und arbeitet. Sie hinterfragt den bisherigen Diskurs um Luries Werk, indem sie den männlich geprägten Deutungsrahmen um eine feministische Perspektive erweitert.
Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Boris Lurie Art Foundation.
