Er hat gemalt, als Malerei keine Zukunft mehr zu haben schien. Heute zählt er zu den wichtigsten Künstlern der 80er- und 90er-Jahre: Günther Förg.
Günther Förg, Ohne Titel, 2008 © VG Bild-Kunst 2026: Günther Förg
Ein Ensemble von nicht weniger als acht kapitalen Gemälden Günther Förgs (1952-2013), zu dem noch eine großformatige Fotografie des Bauhaus-Gebäudes in Dessau tritt, vergegenwärtigt die Arbeit eines Malers, dessen schöpferischer Flow greifbar wird und sich auf die Betrachtenden überträgt.
Man muss die in die Moderne zurückführenden Quellen seiner Kunst nicht im Einzelnen kennen, um in der Beobachtung von locker gesetzten Farbflecken, schwebenden oder sich drängenden Gitter- und Fensterformen die Welt um sich herum zu vergessen und sich in jenem Fluss treiben zu lassen, der aus der Geschichte entspringt. Die aus einer Privatsammlung stammenden Bilder beleuchten einen Zeitraum von 1987 bis 2008.