Vorübergehende Schließung des Neuen Museums

Aufgrund der dynamischen Verbreitung des Corona-Virus hat die Bayerische Staatsregierung angeordnet, die staat­lichen Museen und Sammlungen vor­übergehend zu schließen. Das Neue Museum Nürnberg hat daher ab dem 14. März 2020 bis zunächst ein­schließ­lich 19. April 2020 geschlossen.

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.


Ausstellung
von 22.03.2019 bis 16.06.2019

BAU [ SPIEL ] HAUS

Das Neue Museum Nürnberg feiert 2019, wie ganz Deutschland und viele inter­nationale Partner, das Grün­dungs­jubiläum des Bauhaus in Weimar. Die legendäre Schule für Gestaltung ver­ändert seit 100 Jahren das Bild unserer Welt. Ihre Kon­zepte für Bildung und Produktion, und damit letztendlich für die Gestaltung eines neuen Mitein­anders, sind bis heute unübertroffen. Produktives und überaus inno­vatives Element war der spielerische Ansatz im bildnerischen Prozess der Bau­haus-Lehre und noch immer ist für das tief verankerte Bedürfnis nach kreativem Ausdruck das Spiel als künstlerische Strategie besonders wegweisend.

Die Bauhaus-spezifische und bis heute bewährte Einbindung von Spiel­kon­zepten und Spielräumen in die gestal­terische Entwicklung verfolgt die um­fang­reiche Aus­stellung BAU [ SPIEL ] HAUS im Neuen Museum Nürnberg.  Reform­pädago­gi­sche Theorien des 19. Jahrhunderts werden ihren Ausprä­gungs­formen im aktu­ellen Zeitgeist gegenübergestellt und Friedrich Frö­bels Spielgaben treffen auf LEGO® Architecture, Kreativlabore des Silicon Valley sowie zeitgenössische Posi­tionen in Kunst und Design. Heute, wo Com­pu­terspiele salonfähig und Intelli­genz programmierbar geworden sind, schei­nen Fragen nach Innovation und Krea­tivität in zeitgemäßen Lebens- und Arbeitsentwürfen aktueller denn je. Schon Bauhaus-Meister wie Walter Gropius und Johannes Itten erkannten das weit­reichende so­ziale und gestal­teri­sche Potential des Spiels – zu einer Zeit in der es galt aus den Trümmern der alten Welt Neues zu erschaffen. Sie machten das Spielerische zur Grund­lage ihrer interdisziplinären Vorkurse und die 1919 in Johannes Ittens An­tritts­­vorlesung manifestierte Idee einer Verbindung von Arbeit und Spiel wurde programmatisch.

Die Bauhausschule nutzte die mensch­liche Motivation zum Spielen als Motor für Entwicklung und Gestaltung. Das Neue Museum spürt mit der Ausstel­lung dieser Tradition nach und verfolgt die Tradierung des Bauhaus-Vermächt­nisses über die Gegenwart bis in die Zukunft hinein. Gezeigt werden über hundert Werke aus über hundert Jahren von historischen Positionen bis hin zu zeitgenössischen künstlerischen Arbeiten.

Mit Werken u. a. von Friedrich Fröbel, Maria Montessori, Gustav und Otto Lilienthal, Lyonel Feininger, Bruno Taut, Walter Gropius, Hermann Fins­terlin, Johannes Itten, Oskar Schlem­mer, Anni Albers, Ludwig Hirschfeld Mack, Alma Siedhoff-Buscher, Georg Weidenbacher, Max Bill, Hans Gugelot, Hans Brock­hage, Renate Müller, Laurie Simmons, Liam Gillick, Olaf Nicolai, Yto Barrada, Goshka Macuga, Thomas Hawranke und Eva Grubinger.

Kuratiert von Prof. Dr. Thomas Hensel und Dr. Robert Eikmeyer,

Präsentation von Liam Gillick.

Begleitheft

Das Begleitheft zur Ausstellung, das Sie beim Besuch der Ausstellung kostenlos erhalten, können Sie hier als PDF online betrachten oder downloaden.

Kooperation

Gefördert im Fonds Bauhaus heute der Kulturstiftung des Bundes

Eine Co-Organisation mit der Hochschule Pforzheim