Wieder-Öffnung ab 12. Mai 2020!

Seit Dienstag, den 12. Mai 2020 hat das Neue Museum wieder für Besu­cher­_in­nen geöffnet. Wir freuen uns sehr, Sie wieder persönlich bei uns begrüßen zu können!

Zum Schutz vor Covid-19 haben wir die staatlichen Vorgaben umgesetzt und zahlreiche Vorkehrungen getroffen. Bitte informieren Sie sich über die not­wendig gewordenen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen für einen mög­lichst sicheren Museums­auf­enthalt.

Wir bedanken uns für Ihre Unter­stüt­zung und freuen uns auf Ihren Besuch.


Ausstellung
von 24.02.2006 bis 28.05.2006

Kunst als Kommentar

Die Kunst der achtziger Jahre ist gekennzeichnet durch eine Vielfalt verschiedener Richtungen. Es gab die Malerei der Neuen Wilden, die Fotografie der Becher-Schule, Neo-Geo oder eine Kunst, in der Labels, Logos und Strategien aus der Werbung einfließen.

Die Ausstellung Kunst als Kommentar konzentriert sich auf einen besonderen Ansatz. Künstler entwickeln eine Form der indirekten Rede. Ist die Distanz von Autor und Erzähler in der Literatur eine Selbstverständlichkeit, so musste in der bildenden Kunst eine solche Möglichkeit erst erarbeitet werden. Ein Autor kann seine Romanfiguren Dinge sagen lassen, die nicht der eigenen Meinung entsprechen, während der Blick auf die Kunst noch immer durch den romantischen Geniebegriff geprägt ist. Hier herrscht die Vorstellung vor, ein Werk entspringe dem Geist des Künstlers und entspreche damit auch seiner innersten Haltung. Vorbereitet durch die Arbeitsweise von Sigmar Polke wenden verschiedene Künstler der achtziger Jahre Verfahren an, um auch in der Kunst Vorstellungen und Haltungen von anderen zitieren und so auf Konventionen in Kunst und Gesellschaft verweisen zu können. In der Ausstellung wird diese Argumentationsweise anhand von Werken der Künstler Sigmar Polke, Georg Herold, Rosemarie Trockel, Martin Kippenberger und Albert Oehlen vorgestellt.