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Ausstellung
von 15.07.2005 bis 25.09.2005

Egon Eiermann

Die Kontinuität der Moderne

Mit seinen undogmatischen, an den Idealen des Bauhauses orientierten Entwürfen bestimmte der Architekt und Designer Egon Eiermann (1904-1970) wie kaum ein anderer Gestalter international das Bild einer weltoffenen, demokra­tischen jungen Bundesrepublik. Der Deutsche Pavillon, den er für die Weltaus­stellung 1958 in Brüssel errichtet, vermittelte „schwebende Eleganz und heitere Transparenz". Seine Möbel, die er zunächst zur Ausstattung seiner Bauten entwarf, prägten in ihrer Klarheit und Einfachheit das moderne Wohnen der Nachkriegs­zeit. Vom sensiblen Umgang mit dem Thema Wiederaufbau zeugt seine Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin. Für die Kontinuität des modernen Bauens und Designs von den späten zwanziger bis zu den sechziger Jahren kommt Egon Eiermann maßgebliche Bedeutung zu.

Als Beitrag der Neuen Sammlung zeigt das Neue Museum in Nürnberg von Juli bis September die erste umfangreiche Gesamtschau zu Leben und Werk von Egon Eiermann, die mit großem Erfolg bereits in Karlsruhe und Berlin zu sehen war. Planzeichnungen und Skizzen, Fotografien und Modelle, Möbel und andere dreidimensionale Elemente: so läßt die übersichtlich gegliederte Ausstellung ausgewählte Projekte lebendig werden und fächert das reichhaltige Aufgaben­spektrum auf, dem sich Eiermann widmete: von Industriebauten zu Kaufhäusern, vom fernöstlich inspirierten Einfamilienhaus bis zur Kirche, von Hochhäusern für IBM, Olivetti oder die Bundestagsabgeordneten bis zum Paravent und Windlicht.

Eine Ausstellung des Südwestdeutschen Archivs für Architektur und Ingenieurbau (saai) an der Universität Karlsruhe (TH) in Kooperation mit der Städtischen Galerie Karslruhe und dem Bauhaus-Archiv Berlin anlässlich des 100. Geburts­tages von Egon Eiermann.

Zur Ausstellung ist ein Katalog zum Preis von 24,- Euro erhältlich.