Wieder-Öffnung ab 12. Mai 2020!

Seit Dienstag, den 12. Mai 2020 hat das Neue Museum wieder für Besu­cher­_in­nen geöffnet. Wir freuen uns sehr, Sie wieder persönlich bei uns begrüßen zu können!

Zum Schutz vor Covid-19 haben wir die staatlichen Vorgaben umgesetzt und zahlreiche Vorkehrungen getroffen. Bitte informieren Sie sich über die not­wendig gewordenen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen für einen mög­lichst sicheren Museums­auf­enthalt.

Wir bedanken uns für Ihre Unter­stüt­zung und freuen uns auf Ihren Besuch.


Sammlung

Ironie und Provokation. Deutsche Kunst der achtziger Jahre

Sammlungspräsentation

Ironie und Provokation
Deutsche Kunst der achtziger Jahre

Im Fokus dieses Raums stehen Künstler, die Malerei nur noch zitieren und stattdessen lieber zur Fotokamera, zu Dachlatten, Kaviar oder Wolle greifen. Martin Kippenbergers Jeansstoffbild 8. Preis ironisiert abstrakte Kunst und zugleich den Kunstbetrieb.

Nicht anders Georg Herold, der die Wertvorstellungen des Publikums durch Kaviar persifliert. Doch die Kunst der Achtziger kreist nicht nur um sich selbst. Sie kann auch unbequem werden und verdrängte Geschichte aufdecken. Herolds Deutschland in den Grenzen von 1937, neben Kippenbergers Bild die zweite Neuvorstellung aus der Sammlung der Bundesrepublik Deutschland, übersetzt die Konturen des Deutschen Reichs am Vorabend seiner kriegerischen Expansion in eine wacklige hölzerne Konstruktion, die auch ein Bild für die Unschärfen unseres historischen Blicks abgibt.

Ein Strickbild von Rosemarie Trockel beweist, wie sich Kommentar zur Kunst, in diesem Falle zu Ad Reinhardt, und Provokation mit der NS-Vergangenheit verbinden lassen: Hier bedarf es gar nicht erst des von Kippenberger in einem seiner bekanntesten Bildtitel genannten »besten Willen«, um die Hakenkreuze im Rapport zu entdecken.