Sammlung
ab 05.05.2018

Neue Horizonte

Künstlerische Blicke ins Weite

Immer wieder hat das Neue Museum mit speziell eingerichteten Sammlungs­räumen auf das Motto der Blauen Nacht reagiert. Dieses Jahr kreist alles um „Horizonte“ – ein dankbares The­ma, da es noch nicht einmal im über­tragenen Sinn interpretiert werden muss. Denn die Sammlung des Neuen Museums bietet einige sehr schöne Beispiele für die Auseinandersetzung von Künstlern mit der längsten Linie der Welt.

Wie heißt es so schön in einer Notiz der türkisch-ameri­kanischen Künstlerin Bilge Friedlaender? „Ultimate line is the HORIZON LINE“! Kein Wunder also, dass Künstler die Grenze zwischen Himmel und Erde so lieben. Dafür lie­fern Anna-Eva Bergmann, Werner Knaupp, Antoni Tàpies und Pekka Walliander eindrucksvolle Beispiele. Nur bei Gerhard Richters Brücke (am Meer) aus der Sammlung Böck­mann ist der Horizont beim Knipsen des zu­grun­de­liegenden Fotos aus der Hori­zontalen geraten. Da ist die Künstlerin Nina Jan­sen doch vorsichtiger: Sie über­prüft die Horizontlinie durch Anhalten einer Was­serwaage. Ihr Seestück ist deshalb auch „im Wasser“ …