Ästhetische Praxis für Schulklassen

Aktuelle Angebote mit ästhetischer Praxis

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Malerei, Farbe und Struktur

Ein Abstraktes Bild von Gerhard Richter lädt ein zu vielfältigen Assoziationen und zu Fragen nach der Entstehung der Farbstrukturen. Die Vorgehensweise des Künstlers wird nachvollziehbar, indem die Schüler mit Spachteln und Malbrettern verschiedene Farbschichten auf einen Malgrund auftragen.

In den Grautönen des Gemäldes Stadtbild PL von Gerhard Richter lässt sich die Struktur der Luftaufnahme einer Stadt erkennen. Ein Foto diente Gerhard Richter als Kompositionsgerüst für seine Malerei. Die Frage nach dem Motiv tritt zurück zugunsten der Konzentration auf die Grundlage der Malerei, den Farbauftrag. Im praktischen Teil experimentieren die Schüler zur Malerei im Spannungsverhältnis von fotografischer Vorlage und Farbauftrag.

Zeichnen

Raumwahrnehmung, Raumproportion und Raumstruktur, Größenverhältnisse und Maßstäblichkeiten von Räumen sowie Möglichkeiten der Darstellung von räumlichen Gegebenheiten stehen im Mittelpunkt dieses Angebots. Die Schüler setzen sich in verschiedenen Räumen des Neuen Museums zeichnerisch damit auseinander. Bei den Erkundungen der Museumsräume werden dabei einfache Methoden, subjektive Eindrücke zeichnerisch festzuhalten, kennengelernt.

Design

Parade der Objekte: Gegenstände können Geschichten erzählen. Ihre Form kann etwas über die Funktion, die Herstellung, den Zeitpunkt ihrer Entstehung und ihren gesellschaftlichen Kontext verraten. In der Zusammenschau mit anderen Objekten ergeben sich Sinn- und Bedeutungsverschiebungen, die zu „neuen" Erzählstrukturen führen. In der zeichnerischen Praxis werden die Silhouetten selbst ausgewählter Designobjekte festgehalten und auf einer Linie, einem Zeitstrang – vergleichbar mit der filmischen Aneinanderreihung von Einzelbildern – wiedergegeben.

Licht und Kunst

Die Rauminstallation Die Lawine von François Morellet ist Ausgangspunkt für Gespräche über den Einsatz von Licht in der modernen Kunst und über das Spannungsverhältnis zwischen Ordnung und Zufall. Mit farbigen Stäben aus Plexiglas und Schwarzlicht werden eigene Lichtskulpturen im Raum entwickelt.

Bilder vom Menschen

Wer war Albrecht Dürer und wer war Peter Someren? Wer wird wann, durch wen und unter welchen Umständen berühmt und landet auf dem Sockel? Diese zentralen Fragestellungen werden in den Skulpturen About Two Artists. Dialectic Chapel von Braco Dimitrijević thematisiert und im Gespräch mit den Schülern diskutiert. Im Anschluss stellen die Schüler eine Büste aus Ton her, in der die Arbeit von Braco Dimitrijevic reflektiert wird.

Architektur

Die große Glasfassade, die Wendeltreppe und der Lichthof sind Besonderheiten der Architektur des Neuen Museums. Ein Rundgang durch das Haus sowie das Modell des Architekten Volker Staab lassen die Schüler weitere interessante und spannende Details entdecken. Mit den unterschiedlichsten „Baumaterialien" setzen sie ihre eigenen Pläne in Museumsmodelle um.

Objekt und Handlung: „Ich bin die Skulptur"

Im Nürnberger Raum motivieren Franz Erhard Walthers textile Objekte die Betrachter zur Imagination vielfältiger Handlungen: Halten, Hineinlegen, Anlehnen, Hindurchschauen, Überziehen, Drehen, Ineinanderstecken, Berühren, Hochheben. In Auseinandersetzung mit diesen und weiteren Möglichkeiten interaktiver Handlungsabläufe und vor dem Hintergrund der Frage „Wie kann ich einen Gegenstand benutzen und durch mein Tun selbst ein Teil der Skulptur sein?" entwickeln die Schüler eigene Objekt- und Handlungsideen und setzen diese materiell und szenisch um. Zentrale Aspekte sind hierbei die präzise Benennung und Durchführung der Handlung mit dem selbstgewählten und -gestalteten Gegenstand sowie das Wechselverhältnis von Benutzendem und Benutztem im Handlungsprozess.

Führung mit dem Chinesischen Korb

Zeitgenössische Kunst wirft viele Fragen auf. Manche Werke wirken erst einmal unverständlich und fremd. Eine Form der Annäherung ist das Gespräch. Dialogische Vermittlungsformen bilden den Schwerpunkt museumspädago­gischer Arbeit im Neuen Museum. So bietet zum Beispiel eine Führung mit dem Chinesischen Korb die Möglichkeit, sich assoziativ und im Austausch mit der Klasse zu einzelnen Kunstwerken in Beziehung zu setzen.

Bei dieser Führung erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, einen kleinen Gegenstand aus einem Korb frei auszuwählen, diesen einem Gemälde, einer Skulptur oder Fotografie zuzuordnen und anschließend die getroffene Zuordnung kurz zu erläutern. Diese Herangehensweise erleichtert das Reden über Kunst. Die Wahrnehmung der Schüler, ihre Erfahrungen, Assoziationen und Fragen bilden dabei den Kern dieser dialogischen Führung. In der Regel werden Schulklassen in zwei Gruppen geteilt.

Kosten

Der Eintritt für Schulklassen und ihre Lehrer ist frei.

Die Gebühr für Kunstgespräche und thematische Führungen beträgt 30 Euro pro Gruppe (maximal 15 Teilnehmer/innen).

Für Werkbetrachtungen mit anschließender ästhetischer Praxis fällt eine Gebühr von 40 Euro pro Gruppe (maximal 14 Teilnehmer/innen) an.

Beratung und Anmeldung

Telefon: 0911 240 20 36

E-Mail: mumuse@s23aasd33s.comseumspaedagogik@nmne.de