Ästhetische Praxis für Schulklassen

Aktuelle Angebote mit ästhetischer Praxis

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Malerei, Farbe und Struktur

Ein abstraktes Bild von Gerhard Richter lädt ein zu vielfältigen Assoziationen und zu Fragen nach der Entstehung der Farbstrukturen. Die Vorgehensweise des Künstlers wird nachvollziehbar, indem die Schüler mit Spachteln und Malbrettern verschiedene Farbschichten auf einen Malgrund auftragen.

Mit dem Gemälde Stadtbild PL thematisiert Gerhard Richter den Gegensatz von gegenständlicher und ungegenständlicher Malerei. Gestische Schwarz-Weiß-Grau-Malerei kontrastiert mit dem Bild einer Stadt aus der Vogelperspektive. Die beiden Lesbarkeiten des Bildes sollen erkundet und erfahrbar gemacht werden. Im Zentrum des Gesprächs und der praktischen Auseinandersetzung steht dabei die doppelte Existenz des Gemäldes: zwischen Abbild und abstrakter Malerei.

Zeichnen

Raumwahrnehmung, -proportion und -struktur, Größenverhältnisse und Maßstäbe von Räumen sowie Möglichkeiten ihrer Darstellung stehen im Mittelpunkt dieses Angebots. Die Teilnehmer/innen setzen sich an verschiedenen Orten des Neuen Museums zeichnerisch mit der Architektur und der eigenen Wahrnehmung auseinander. Bei den Erkundungen werden grundlegende Methoden, subjektive Eindrücke zeichnerisch festzuhalten, kennengelernt.

Design / Zeichnung

Parade der Objekte: Gegenstände können Geschichten erzählen. Ihre Form kann etwas über die Funktion, die Herstellung, den Zeitpunkt ihrer Entstehung und ihren gesellschaftlichen Kontext verraten. In der Zusammenschau mit anderen Objekten ergeben sich Sinn- und Bedeutungsverschiebungen, die zu „neuen“ Erzählstrukturen führen. In der zeichnerischen Praxis werden die Silhouetten selbst ausgewählter Designobjekte festgehalten und auf einer Linie, einem Zeitstrang – vergleichbar mit der filmischen Aneinanderreihung von Einzelbildern – wiedergegeben.

Fotografie
  • Anhand ausgewählter Fotografien von Edwin Zwakman sollen verschiedene Möglichkeiten des Mediums wie Täuschung, Illusion oder die Darstellung unter­schiedlicher Wirklichkeitsebenen veranschaulicht und vermittelt werden. Dabei werden Perspektive, Lichtführung, Farbgebung, Komposition der Foto­grafie sowie die damit zusammenhängenden, unterschiedlichen Wahrneh­mungs­inhalte thematisiert.
  • Das Thema Landschaft stellt einen bedeutenden Bereich im Schaffen von Gerhard Richter dar. Eigene Fotografien bilden die Basis für seine malerische Umsetzung dieser Landschaften. Richter verwendet die Aufnahmen als Vorlagen, um neue Zugänge zu Realität und Malerei zu erforschen. Die Fotografie dient als »Brücke zur Wirklichkeit« und als eine Möglichkeit, seine grundsätzliche Skepsis gegenüber der so genannten Realität zum Ausdruck zu bringen. Diese Skepsis unterstreicht Richter, indem er bei fast allen Seestücken Wolken- und Wasser­partien unterschiedlicher Fotografien miteinander kombiniert. Diese Vorgehens­weise wird als Ausgangspunkt genommen, um collagenartige Szenen und neue Landschaften zu konstruieren.
Skulptur

Wer war Albrecht Dürer und wer war Peter Someren? Wer wird wann, durch wen und unter welchen Umständen berühmt und landet auf dem Sockel? Diese zentralen Fragestellungen werden in den Skulpturen About Two Artists. Dialectic Chapel von Braco Dimitrijević thematisiert und im Gespräch mit den Schüler/innen diskutiert. Im Anschluss wird je eine Büste aus Ton hergestellt, in welcher die Arbeit von Braco Dimitrijević reflektiert wird.

Architektur

Die große Glasfassade, die Wendeltreppe und der Lichthof sind Besonderheiten der Architektur des Neuen Museums. Ein Rundgang durch das Haus sowie das Modell des Architekten Volker Staab lassen die Schüler/innen weitere interessante und spannende Details entdecken. Mit den unterschiedlichsten „Baumaterialien“ setzen sie anschließend ihre eigenen Pläne in individuelle Museumsmodelle um.

Objekt und Handlung: „Ich bin die Skulptur"

Im Nürnberger Raum motivieren Franz Erhard Walthers textile Objekte die Betrachter zur Imagination vielfältiger Handlungen: Halten, Hineinlegen, Anlehnen, Hindurchschauen, Überziehen, Drehen, Ineinanderstecken, Berühren, Hochheben. In Auseinandersetzung mit diesen und weiteren Möglichkeiten interaktiver Handlungsabläufe und vor dem Hintergrund der Frage „Wie kann ich einen Gegenstand benutzen und durch mein Tun selbst ein Teil der Skulptur sein?" entwickeln die Schüler eigene Objekt- und Handlungsideen und setzen diese materiell und szenisch um. Zentrale Aspekte sind hierbei die präzise Benennung und Durchführung der Handlung mit dem selbstgewählten und -gestalteten Gegenstand sowie das Wechselverhältnis von Benutzendem und Benutztem im Handlungsprozess.

Mit MUBI durch das Neue Museum

Auf dem Dach des Neuen Museums leben seit ein paar Jahren mehrere Bienenvölker und die Biene Mubi. Sie interessiert sich ganz besonders für aktuelle Kunst. Mubi geht mit den Teilnehmer/innen auf Erkundungstour. Sie macht auf unterschiedliche Kunstwerke, besondere Orte im Haus aufmerksam und hält kleine Aufgaben bereit.
Erstmalig gibt es ein Begleitheft für Kinder ab sechs Jahren.
Gruppen können das Angebot mit oder ohne museumspädagogische Begleitung buchen.

Führung mit dem Chinesischen Korb

Zeitgenössische Kunst wirft viele Fragen auf. Manche Werke wirken erst einmal unverständlich und fremd. Eine Form der Annäherung ist das Gespräch. Dialogische Vermittlungsformen bilden den Schwerpunkt museumspädago­gischer Arbeit im Neuen Museum. So bietet zum Beispiel eine Führung mit dem Chinesischen Korb die Möglichkeit, sich assoziativ und im Austausch mit der Klasse zu einzelnen Kunstwerken in Beziehung zu setzen.

Bei dieser Führung erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, einen kleinen Gegenstand aus einem Korb frei auszuwählen, diesen einem Gemälde, einer Skulptur oder Fotografie zuzuordnen und anschließend die getroffene Zuordnung kurz zu erläutern. Diese Herangehensweise erleichtert das Reden über Kunst. Die Wahrnehmung der Schüler, ihre Erfahrungen, Assoziationen und Fragen bilden dabei den Kern dieser dialogischen Führung. In der Regel werden Schulklassen in zwei Gruppen geteilt.

Kosten

Der Eintritt für Schulklassen und ihre Lehrer/innen ist frei.

Die Gebühr für Kunstgespräche und thematische Führungen beträgt 30 Euro pro Gruppe (maximal 15 Teilnehmer/innen).

Für Werkbetrachtungen mit anschließender ästhetischer Praxis fällt eine Gebühr von 40 Euro pro Gruppe (maximal 14 Teilnehmer/innen) an.

Beratung und Anmeldung

Telefon: 0911 240 20 36

E-Mail: mumuse@s23aasd33s.comseumspaedagogik@nmne.de