Klarissenplatz
von 21.07.2018 bis 07.10.2018

Bettina Pousttchi

UNN (United Nations Nuremberg)

Über den Sommer hinweg wird auf dem Klarissenplatz ein freistehender Pavil­lon von Bettina Pousttchi (geb. 1971) stehen, der einen illusio­nisti­schen, fotogra­fischen Raum eröffnet. Die in Berlin lebende Künstlerin ist bekannt für ihre weltweit realisierten Fassa­den­arbeiten, die meist durch einen foto­grafi­schen Transfer von Örtlichkeit und historischem Zeitpunkt ein Bewusst­sein für den spezifischen Ort schaffen, so auch in ihrem Projekt für Nürnberg.

Das Sekretariatshochhaus des UN-Hauptquartiers in New York, feder­führend entworfen von Le Corbusier und Oscar Niemeyer, dient dabei als Ausgangspunkt. Auf dem Platz vor dem Neuen Museum schafft die schwarz-weiße Fotoinstallation in Form eines großen, bespielbaren Pavillons einen Bezug zwischen dem wichtigsten Sitz der internationalen Vereinigung und dem historisch aufgeladenen Nürnberg, sowohl Repräsentationsstätte des NS-Regimes als auch heutige Stadt der Menschenrechte.

Die von der Künstlerin in ihrem Pa­vil­lon hergestellte Verbindung zwischen diesem ikonischen Gebäude und unserer Stadt begründet sich in ihrer Annahme, dass das international für das demokratische Verständnis so wichtig gewordene Völker­straf­recht auch aus den Nürnberger Prozessen hervorgegangen ist. Die künstle­rische Narration wird so diese Organisation der Vereinigung aller Völker mit der Geschichte der Stadt Nürnberg verweben.

Hätte die UNO, die neben New York u. a. von Wien, Genf und Bonn aus tätig ist, nicht aus historischen Gründen auch in Nürnberg eine Dependance erhalten können? So ist es Teil der künstlerischen Fiktion Bettina Poust­tchis, dass eine supranationale Insti­tution auch in Nürnberg temporär stationiert sein könnte. Diese manifes­tiert sich nun für den Zeitraum eines Sommers in dem Pavillon United Nations Nuremberg.

Kooperation

Eine Kooperation des Neuen Museums mit dem Art Weekend Nürnberg

Mit freundlicher Unterstützung von Ernst & Young

Die begleitenden Veranstaltungen sind eine Kooperation des Neuen Museums mit dem Nürnberger Bewerbungsbüro Kulturhauptstadt Europas 2025