Ausstellung
von 14.11.2014 bis 22.02.2015

Gerhard Richter. Ausschnitt

Werke aus der Sammlung Böckmann

Verlängerte Öffnungszeiten

Während der letzten Woche der Laufzeit der Ausstellung Gerhard Richter. Ausschnitt, vom 17. bis 22. Februar 2015 hat das Neue Museum von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

In diesem Zeitraum bieten wir außerdem täglich zusätzliche Führungen an.

Ausstellung

Gerhard Richter (geb. 1932) zählt zu den weltweit wichtigsten Künstlern der Gegenwart. Sein Werk hat wie kein zweites die Grundlagen der Malerei radikal in Frage gestellt, um gleichzeitig der totgesagten Gattung ungeahnte Möglichkeiten zu eröffnen: »Die Absicht: nichts erfinden, keine Idee, keine Komposition, keinen Gegenstand, keine Form – und alles erhalten: Komposition, Gegenstand, Form, Idee, Bild«, so beschrieb Gerhard Richter selbst sein scheinbar paradoxes Projekt einer Malerei, die auf allen Ebenen der Subjektivität des Künstlers zu entkommen sucht.

Die irritierende Vielgestaltigkeit seiner Kunst, die den klassischen Stilbegriff ad absurdum führt, findet über alle Werkgruppen hinweg in dieser »Zerstörung der Subjektivität, der Intelligibilität und der Idealität der Malerei« (Johannes Meinhardt) einen gemeinsamen Nenner.

Mit nicht weniger als 28 Werken von Gerhard Richter aus einem Zeitraum von 1957 bis 2003 spannt die vom Künstler selbst eingerichtete Ausstellung einen weiten Bogen. Viele prominente Gemälde vereinen sich zu einem großen Panorama: Vom Waldstück, einem verwischten Fotobild aus dem Jahr 1965, und dem Farbtafelbild Sechs Farben (1966) über das Seestück (bewölkt) von 1969, das altmeisterlich anmutende Gemälde Schädel mit Kerze (1983) und eine ganze Reihe abstrakter Bilder bis hin zu Decke (1988), das als Übermalung der zweiten Version des Gemäldes Erhängte zum Umfeld des großen RAF-Zyklus 18. Oktober 1977 gehört.

Der Ausstellungstitel »Ausschnitt« ist einem großen dreiteiligen Bild von 1971 entlehnt. Er unterstreicht, dass die gezeigten Arbeiten zusammen einen repräsentativen Ausschnitt des riesigen OEuvres Gerhard Richters bilden. Gleichzeitig spielt er darauf an, dass der hier gezeigt Gerhard-Richter-Werkkomplex einen Teil einer umfassenden Dauerleihgabe aus Privatbesitz darstellt: Das Neue Museum empfindet es als große Auszeichnung, insgesamt 69 Werke von Gerhard Richter, Gotthard Graubner, A. R. Penck und Isa Genzken aus der Sammlung Böckmann als Dauerleihgabe erhalten zu haben. Dieser außerordentlich reiche Zuwachs kapitaler Werke macht das Haus zu einem Zentrum der bedeutendsten Vertreter deutscher Gegenwartskunst.

Die Eheleute Ingrid und Dr. Georg Böckmann haben in den letzten 40 Jahren eine Kunstsammlung von internationalem Rang aufgebaut. Dabei war es ihnen stets ein Anliegen, von einzelnen Künstlern ganze Werkgruppen zu erwerben, um so Arbeiten aus allen wichtigen Schaffensphasen zu besitzen. Die hohe Qualität der Sammlung erklärt sich aus dem Umstand, dass die Eheleute Böckmann mit großer Kenntnis des künstlerischen Werkes sammeln und auch in einem diskursiven Verhältnis mit den Künstlern stehen.

Erste Leihgaben konnte das Neue Museum bereits seit der Eröffnung des Hauses im Jahr 2000 zeigen. Mit den vielen neu hinzugekommenen Werken aus der Sammlung Böckmann verfügt das Neue Museum nun über die drittgrößte Sammlung an Werken von Gerhard Richter weltweit und stellt sie in dieser Ausstellung erstmalig vor.

Begleitheft und Katalog

Das Begleitheft zur Ausstellung, das Sie beim Besuch der Ausstellung kostenlos erhalten, können Sie hier als PDF online betrachten oder downloaden.

Zur Ausstellung ist außerdem ein Katalog erschienen, der während der Laufzeit an der Kasse des Museums zum Preis von 10 Euro erhältlich ist.

Tickets

Eintritt zur Ausstellung:

Karten erhalten Sie online unter www.reservix.de und an vielen bekannten Vorverkaufsstellen, sowie am Tag Ihres Besuches an der Kasse des Museums.

Öffentliche Führungen zur Ausstellung:

Für jede Führung ist ein Restkontingent an Karten am jeweiligen Veranstaltungstag ab 10 Uhr an der Museumskasse erhältlich.

Tickets im Vorverkauf:
www.reservix.de