Presseinfo
am 24.10.2019

Out Of Order

Werke aus der Sammlung Haubrok. Teil 1

Erstmals wird eine der wichtigsten deutschen Sammlungen der Gegenwartskunst im süddeutschen Raum präsentiert. Im Neuen Museum Nürnberg startet ab 25. Oktober 2019 die groß angelegte, zweiteilige Ausstellung Out of Order, die in zwei aufeinander folgenden Teilen verschiedene Schwerpunkte der Sammlung Hau­brok vorstellt. Die erste Laufzeit geht bis 6. Januar 2020, Teil 2 der Ausstellung wird vom 17. Januar bis zum 1. März 2020 zu sehen sein.

Das Sammlerpaar Barbara und Axel Haubrok wurde vom Neuen Museum einge­laden, eine sehr persönliche Präsentation für den großen Ausstellungssaal zu erarbeiten. Der Ausstellungstitel Out of Order zeugt dabei vom Witz und der Non-Konformität der Sammler, die besonders „unordentliche“, doppelbödige und hintergründige Positionen im Blick haben. Ausschnittsweise werden die beiden aufeinander folgenden Teile die Sammlungsschwerpunkte Skulptur sowie Malerei, Zeichnung und Fotografie gezeigt. Die Präsentationsform der Ausstellung – in Teil 1 nur stehende Readymades und Skulpturen, in Teil 2 nur hängende Bilder – verdeutlicht einerseits den konzeptuellen Ansatz der Sammlung, andererseits entstehen dadurch viele neue Bezüge zwischen den Werken, zumal einige Künstlerpositionen in beiden Ausstellungsteilen präsent sind, so Axel Haubrok.

Die 1990er Jahre werden in der bildenden Kunst mit konzeptueller Schärfe und formalästhetischer Reduktion verbunden. Aber auch mit Freiheit der Formate und Erweiterung des kura-torischen Handelns. In dieser Zeit begann das umtriebige Ehepaar Axel und Barbara Hau-brok eine beachtliche Sammlung aufzubauen, deren Fokus auf internationalen Tendenzen der Konzeptkunst liegt. Die Sammler interessieren sich insbesondere für Skulpturen und Objekte in musealer Größe, aber auch für stringente Positionen der Fotografie und des Films genauso wie der abstrakten Malerei. Minimalistisch, oftmals schwarz-weiß oder monochrom, aber auch charmant und heiter sind die Werke ihrer mittlerweile über 1000 Arbeiten umfassenden Sammlung. Am charakteristischsten sind dabei jene, hinter denen sich bei formal strenger Sachlichkeit reichlich Humor verbirgt.

Die Sammlung umfasst wichtige Werkkonvolute von Carol Bove, Martin Boyce, Martin Creed, Hans-Peter Feldmann, Isa Genzken, Wade Guyton, Georg Herold, Jonathan Monk, Charlotte Posenenske. Florian Pumhösl, Willem de Rooij, Karin Sander, Wolfgang Tillmans, Christopher Williams, Franz West, Haegue Yang und Heimo Zobernig.

Ein besonderes Veranstaltungs-Highlight bietet das Neue Museum bereits kurz nach Ausstellungseröffnung an. Am Samstag, den 26. Oktober 2019 um 15 Uhr führt der Sammler Axel Haubrok persönlich durch die Ausstellung.
Die Kosten betragen 3 Euro zusätzlich zum Eintrittspreis.

Zum Pressegespräch am Donnerstag, 24. Oktober 2019, 11 Uhr sind die Sammler Barbara und Axel Haubrok persönlich anwesend.